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Reise
  • 23.02.2016

Sicher und stressfrei auf Reisen mit Smartphone und Co.

Mit Smartphone im Liegestuhl am Strand

Smartphones und andere Mobilgeräte sind praktische Reisebegleiter. Ob Routenplaner, Sightseeing-Tipps oder Gastronomie-Empfehlungen – alles ist stets zur Hand. Schnell noch ein paar Fotos vom Strand mit den Freunden in den sozialen Netzwerken geteilt und Urlaubsgrüße per Messenger-App verschickt - für viele Verbraucherinnen und Verbraucher die perfekte Ergänzung zum Reiseerlebnis! Doch wie so oft haben die neuen Möglichkeiten auch ihre Schattenseiten. Ein paar einfache Vorkehrungen vor Reiseantritt und am Urlaubsort können dabei helfen, sich selbst und die eigenen Daten vor Kriminellen zu schützen, den Geldbeutel zu schonen und die Urlaubslaune zu erhalten.

Tipps zum Schutz vor Datenklau

  • Noch vor der Abreise sollten Verbraucherinnen und Verbraucher überprüfen, ob auch die neuesten Updates des Betriebssystems, der Apps und Programme auf ihrem Mobilgerät installiert sind. Auf diese Weise schließen sie bekannte Sicherheitslücken. Durch das Installieren von Sicherheitssoftware kann das Gerät zusätzlich gegen Cyber-Angriffe abgeschirmt werden.
  • Eine Notiz mit den Servicenummern der Mobilfunk-, Bank- und Kreditkartenanbieter sollte während der Reise griffbereit sein. So können bei Diebstahl oder Verlust des Geräts die entsprechenden SIM- und Zahlungskarten schnell gesperrt werden. Das rechtzeitige Anfertigen einer Sicherheitskopie der auf den Mobilgeräten gespeicherten Daten schützt im Verlustfall vor weiteren Unannehmlichkeiten.
  • Internetcafés, öffentliche WLAN-Netze und Internet-Hotspots an Flughäfen, in Hotels oder Restaurants sind in der Regel nicht ausreichend abgesichert. Hier sollten bei der Nutzung keine sensiblen Informationen wie Passwörter oder Bankdaten preisgegeben werden. Online-Einkäufe und Bankgeschäfte erledigen Verbraucherinnen und Verbraucher am besten von Zuhause.
  • Funk- und Datenverbindungen wie „mobile Daten“, Bluetooth, GPS, NFC und WLAN sollten ausschließlich dann aktiviert sein, wenn sie wirklich benötigt werden. Bestehende Verbindungen sind ein Einfallstor für Angriffe auf das Gerät und die Kommunikation.

Kriminelle lauern nicht nur am Urlaubsort

Verbraucherinnen und Verbraucher, die gerne ihre Reisefotos in soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram einstellen, sollten sich stets bewusst sein, dass sie damit zugleich signalisieren, dass Ihre Wohnung am Heimatort in dieser Zeit möglicherweise leer steht. Einbrecher machen sich diese Information gern zunutze. Wer auf den interaktiven Spaß dennoch nicht verzichten möchte, kann durch folgende Maßnahmen die Risiken minimieren:

  • Privatsphäre-Einstellungen im jeweiligen sozialen Netzwerk überprüfen, um zu verhindern, dass Unbefugte und weniger vertrauenswürdige „Freunde“ die eigenen Urlaubsaktivitäten mitverfolgen können.
  • Keine offensichtlichen Hashtags verwenden (Hashtags sind Schlagwörter, mit deren Hilfe ein Beitrag einem bestimmten Thema zugeordnet und so von anderen Nutzerinnen und Nutzern leichter gefunden werden kann).
  • Urlaubsfotos vorzugsweise an einzelne Freunde schicken oder in einer geschlossenen Gruppe einstellen.

Teures Roaming – Spezialfall Schiffsreise


Mobiles Surfen und Telefonieren im Ausland kann auf Grund des Roamings erhebliche Mehrkosten verursachen. Besondere Vorsicht ist bei Reisen auf hoher See, z. B. auf Kreuzfahrten, geboten

Informationen hierzu bietet der Artikel zu Roaming-Gebühren.

Tipps für die Nutzung des Mobilgeräts auf Reisen

  • Das heimische Ladekabel passt unter Umständen nicht zu den Steckdosen im Ausland. Ein Adapter für das jeweilige Reiseland schafft Abhilfe.
  • Wer mit dem Smartphone viel fotografieren möchte, sollte für genügend Speicherplatz auf dem Gerät sorgen. Platz für neue Urlaubseindrücke kann durch die Übertragung älterer Bilder auf einen anderen Datenträger oder die Mitnahme einer größeren Speicherkarte geschaffen werden.
  • Empfindliche Geräte sollten vor Hitze, direkten Sonnenstrahlen, Sand, Wasser und Erschütterungen geschützt werden. Wer am Strand und bei Sportaktivitäten nicht auf seine mobilen Reisebegleiter verzichten möchte, sollte sie mit einer wasser- und/oder stoßfesten Hülle ausstatten.

Weitere Informationen

ECC-Net: Travel App
Die kostenlose App des Netzwerks der Europäischen Verbraucherzentren (ECC-Net) informiert Verbraucherinnen und Verbraucher in 25 Sprachen über ihre Rechte auf Reisen in der EU und hilft bei deren Durchsetzung.

Rubrik Reisen, Freizeit und Mobilität bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V. mit aktuellen Meldungen und nützlichen Tipps

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