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Spenden
  • 13.12.2018

Drum prüfe gut, wer etwas spendet – unseriöse Spendenaufrufe erkennen

Tastatur mit grüner Spendentaste

Zur Weihnachtszeit gehören jedes Jahr nicht nur Lebkuchen und Tannenbäume, sondern auch unzählige Spendenaufrufe. Sie füllen Briefkästen und E-Mail-Postfächer oder werden über Social-Media-Kanäle wie Facebook verteilt. Doch nicht jede Organisation ist so seriös, wie sie sich gibt. Damit die Spende tatsächlich dort ankommt, wo sie gebraucht wird, sollten sich Verbraucherinnen und Verbraucher kurz informieren, wer hinter einem konkreten Spendenaufruf steckt.

Welche Anzeichen für Seriosität gibt es?

Ein Anhaltspunkt für die Seriosität eines Spendenaufrufs kann dessen Ausgestaltung sein. Im Spendenaufruf sollten zum Beispiel auch Zahlen und Fakten zum Hilfsprojekt genannt und eine verantwortliche Organisation erkennbar sein. Bereits der erste Blick auf den Spendenaufruf, eine dazugehörige Adresse oder das Impressum auf der Internetseite der aufrufenden Organisation könnten hier also wichtige Hinweise liefern. Fehlen Adresse oder Impressum ganz, ist Vorsicht geboten. Verbraucherinnen und Verbraucher sollten bei Interesse bei der jeweiligen Organisation nach dem Jahresbericht fragen. Aus diesem sollte sich herauslesen lassen, wohin bisherige Spenden gegangen sind und was mit diesen bewirkt wurde.

Vorher informieren und prüfen

Auf der Straße oder an der Haustüre sollte sich niemand von Menschen mit sogenannten Sammelbüchsen überrumpeln lassen. Hier ist es ratsam, wenn sich Verbraucherinnen und Verbraucher die genaue Bezeichnung und Anschrift der Organisation geben lassen und sich zum Beispiel im Internet informieren. Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher dieser Organisation nach der Recherche dann etwas spenden möchten, können sie dies sicher auch noch per Überweisung auf das Spendenkonto tun. Dasselbe gilt auch für Spendenaufrufe am Telefon.

Lohnen kann sich beispielsweise auch ein Blick auf die Liste des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI). Die Stiftung vergibt ein Spenden-Siegel an Organisationen, die von der Stiftung hinsichtlich ihrer Förderungswürdigkeit geprüft wurden. So muss eine geprüfte Spendenorganisation etwa Aussagen über die Qualität ihrer eigenen Organisation durch klare, nachvollziehbare Informationen belegen und gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken im Sinne der Abgabenordnung dienen. Allerdings ist ein fehlendes Siegel nicht automatisch ein Beleg für eine unseriöse Organisation. Da wohltätige Organisationen erst ab einem jährlichen Spendenaufkommen von 25.000 Euro das Spendensiegel beantragen können, wird etwa der kleine Verein um die Ecke das Siegel wahrscheinlich nicht vorweisen können. Wer dessen Arbeit unterstützen will, kann sich direkt mit dem Verein in Verbindung setzen und sich über den Einsatz der Spendengelder informieren.

Weitere Informationen zum Siegel beim DZI

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